Nachhaltiges Schenken

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Ein gutes Gewissen ist ein ständiges Weihnachten.

Benjamin Franklin (1706-1790)

Der Countdown zu Heiligabend läuft. Stolz kann ich verkünden, dass ich dieses Jahr formidabel organisiert bin – Mitte Dezember alle Geschenke zusammen. Ho, ho, ho! Dieses Jahr ist nicht nur der Weihnachtsbaum grün. Knecht Ruprechts Jutesack ist top gefüllt mit nachhaltigen Präsenten. Ich finde, man kam in diesem Jahr 2019 dank engagierter Schüler*innen, Studierender und Wissenschaftler*innen einfach nicht vorbei am Thema Nachhaltigkeit. Frydays für Future also auch unterm Weihnachtsbaum! Und so habe ich dieses Trend(aber dabei auch wirklich bedeutungsvolle)-Thema genutzt, um mich zu fragen, wie nachhaltiges Schenken gelingen kann. Geht man von der berühmten Vivian Westwood Prämisse „Buy less – choose well – make it last“ aus, kann man gut…

  1. statt Produkte zu kaufen, gemeinsame Zeit in Form von Veranstaltungen und Erlebnissen oder Gutscheine für Aktivitäten verschenken
  2. Geschenke machen, die man aufbrauchen kann und somit kein Müll anfällt,
  3. Geschenke selber machen, basteln, kochen, herstellen – der ganze DIY Kram eben,
  4. ökologisch und fair produzierte Produkte verschenken, die die Umwelt nicht belasten.

Schenken macht ja an sich schon riesig Spaß. Aber sinnvolles und bewusstes Schenken ohne Verzicht setzt dem Ganzen noch die Krone auf!

Hier kommen ein paar Ideen für die vier verschiedenen Kategorien:

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1. Gemeinsame Zeit und Erlebnisse

  • für Foodies: gemeinsamer Kochabend, Kochworkshop, Restaurantbesuch (mit Termin!), Gutschein für ein Lieblingscafé, Abo für eine Biokiste oder Kochboxen
  • für Kulturliebhaber und Cineasten: Theaterbesuch, Gutschein fürs Museum, Kinogutschein, Veranstaltungstickes für Lesungen, Kabarett und Kleinkunst, Konzerttickets oder Festivaltickets
  • für Fitnessguys und Outdoorfans: Gutschein für einen Yogakurs, Outdoor-Kurse, ein gemeinsamer Ausflug in die Umgebung mit Einkehrmöglichkeit, Gutschein für die Boulder- oder Kletterhalle, eine Alpakawanderung oder so richtig öko… eine Wildkräuterwanderung
  • für Verwöhnte: Gutschein für eine Massage, Kosmetik-Gutschein, gemeinsamer Besuch eines Spas oder eines Thermalbades
  • für Bastelonkel und Heimwerkertanten: Töpferkurs, Nähkurs, Heimwerkerworkshops, Blumenbinden-Workshop, Makrames basteln, Handletterng und andere nachhaltige DIY-Produkte oder Zero-Waste-Workshops, die manche Fairfashion-Shops mittlerweile anbieten
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2. Zero-Waste-Geschenke, Geschenke zum Aufbrauchen

  • für kleine und große Gärtner: Anzuchtsets, Mini-Gewächshäuser, besondere Saaten, eine Mitgliedschaft im Urban-Gardening-Projekt in der Nachbarschaft
  • für Schluckspechte und Genießer: Bioweine oder Biospirituosen, Kochsets, die Du selbst zusammengestellt hast, wie etwa Pesto, Pasta und co., Käse, Dips, Oliven und Cracker oder Backmischungen und individuelle Müslis
  • für Hyggejünger: Kerzen aus Bienenwachs, Seifen ohne Verpackung, Fair-Trade-Tee und -Kaffee, faire Schokolade
  • Gutschein für einen Unverpacktladen in der Nähe des Beschenkten
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3. DIY-Geschenke

  • selbstgemachte Köstlichkeiten wie etwa: Plätzchen, eingeweckte Eintöpfe und Suppen, Gewürzmischungen, eingelegtes Obst- und Gemüse, Marmelade, Öle und Gewürzessige, selbstgemachtes Granola, selbst angesetzte Liköre, Nussmischungen als Topping für das selbstgemachte Müsli oder für Backwaren, Sirup wie z.B. der Ingwer-Grapefruit-Sirup oder wie wäre es mit einem selbst gestalteten Kochbuch?
  • für Saubermänner und -frauen: Flüssigseife und andere selbst hergestellte Putzmittel (zum Beispiel Entkalker, Waschmittel), selbst bedruckte Geschirrtücher, selbst designte Stoffbeutel
  • für Kosmetikliebhaber: selbst hergestellte Peelings, Deos oder Haarkuren, Lipbalms, Bademischungen, Badekugeln oder vielleicht sogar das Set „Kosmetik zum Selbermachen“, wie es mittlerweile einie Öko-Onlineshops anbieten
  • für Dekomaniacs: ein Sonnenglas, das sich jahreszeitengerecht und individuell umdekorieren lässt, gehäkelte Schneeflocken für den Weihnachtsbaum oder die Vase, gebastelten Christbaumschmuck, selbst verzierte Weihnachtsbaumkugeln oder Tassen, Teller und co. (z. B. auch als Aufbewahrung für den Gutschein des oben genannten Handletteringkurses), Ableger von Pflanzen in selbst gestalteten Übertöpfen
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4. Ökologisch hergestellte oder nachhaltige Geschenke

  • für Alltagspragmatiker: Brotdosen oder Trinkflaschen, to-go-Becher, Bienenwachstücher, Wraptücher für Sandwiches und co., Brotboxen, Obst- und Gemüsetüten, Holzbürsten, Koksöl mit einer Liste, für was es sich alles verwenden lässt, wiederverwendbare Putztücher, Trinkhalme aus Edelstahl oder Glas, Vorratsdosen, Kaffeefilter aus Biobaumwolle
  • für Spaliebhaber: Naturkosmetik und Produkte für das Badezimmer wie etwa Bambuszahnbürsten, wiederverwendbare Kosmetikpads, Haut- und Massageöle, Kosmetiktaschen und Kulturbeutel aus Naturmaterialien
  • für Fashonistas: Accessoires aus Bio- und Naturmaterialien, fair hergestellt versteht sich (Stirnband, Fliege, Tasche, Rucksack, Einkaufstasche, Einkaufskorb, Handschuhe, Mützen, Schal, Socken)
  • für Verspielte und Sportliche: Spiele aus Naturmaterialien wie etwa aus Holz (Wikingerschach), Yogamatte aus nachhaltigem Kautschuk
  • für Schreiberlinge: Notiz- und Tagebücher, Kalender, Achtsamkeitsjournale, Bullet Journals und andere schöne, nachhaltig hergestellte Papeterie-Produkte
  • für Interiorfans: nachhaltige Textilien von Ökolabels wie Handtücher, Bettwäsche, Kuscheldecke, Bettüberwurf, Kissenbezüge, Geschirrtücher
  • für Aufgeschlossene: Bücher, die zum Nachdenken anregen, inspirieren oder Tipps für nachhaltiges Leben geben
  • Für Selbstlose: Und wenn es etwas ganz Selbstloses sein soll, eignen sich hervorragend Mitgliedschaften in NGOs, Patenschaften für Kinder oder Tiere (z. B. eine Bienenpatenschaft oder eine Patenschaft im Tierheim), oder einmalige Spendengeschenke wie etwa ein Gemüsefeld, Saatgut, eine Ziege für eine Familie in Dritte-Welt-Regionen, Medikamente oder Wassertankts für Menschen in Not. Dafür gibt es meistens sehr schöne Urkunden, die sich mit ein paar lieben Worten begleitet und einer selbstgemachten Leckerei addiert etwas aufpeppen lassen.
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Und wer ein nachhaltiges Geschenk ergattert oder es selbstgemacht hat, kann auch im Hinblick auf die Geschenkverpackung ökologisch handeln, indem man entweder Zeitungs- oder Zeitschriftenseiten recycelt, das Geschenk in Stofftücher, Geschirrtücher oder einen Jutebeutel einwickelt oder es in ein wiederverwendbares Gefäß packt wie zum Beispiel in eine Blechdose, die eine hervorragende Aufbewahrung für die Weihnachtsplätzchen ist.

Bestimmt ist bei dieser Sammlung auch etwas für Eure Freunde und Familienmitglieder dabei. Nun wünsche ich allen eine wunderbare Weihnachtszeit, viel Freude beim Schenken und Genießen, beim Lichteln und Glühwein schlürfen! Chrismas is all around…

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